Pflegen mit Kopf, Hand und Herz

Berufsfachschule für Altenpflege der Stiftung Marienhospital

Ausbildungsoffensive in der Pflege gestartet (2019-2023)

P1040216-Schülerberatungssitiation  - Kopie

Foto: Jürgen Kothe ©-"Schüler sprechen Schüler" auf Augenhöhe an und werben für den Pflegeberuf.

Ausbildungsoffensive in der Pflege gestartet (2019-2023)

111 konkrete Maßnahmen geplant.

Auch die Berufsfachschule -Altenpflege- der Stiftung Marienhospital in Papenburg  stellt sich auf die Ausbildungsveränderungen und die Ausbildungsoffensive ein. Arbeitsgruppen und Informationsveranstaltungen für Kooperationsverbündete wurden bereits gestartet, so Schulleiter Jürgen Kothe.

Hintergrund

Am 10. Oktober haben das Bundesfamilienministerium und das Bundesgesundheitsministerium zwei Verordnungen für die Pflegeberufe erlassen:

  1. eine Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
  2. sowie eine Ausbildungsfinanzierungsverordnung.

Beide Verordnungen wurden im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung tritt in zwei Stufen bis zum 1. Januar 2020 in Kraft, die Ausbildungsfinanzierungsverordnung bereits zum 1. Januar 2019.

Zuvor hatte der Bundesrat den veröffentlichten Fassungen am 21. September 2018 zugestimmt.

Grundlage für die Verordnungen ist das Pflegeberufegesetz, das am 24. Juli 2017 verkündet wurde und stufenweise bis zum 1. Januar 2020 in Kraft tritt.

22.06.2017 Infografik

Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe enthält unter anderen ergänzenden Regelungen zu Struktur und Organisation der Ausbildungen sowie zu Inhalten und zum Verfahren der staatlichen Prüfungen.

In der Ausbildungsfinanzierungsverordnung werden die Einzelheiten des Finanzierungsverfahrens für die berufliche Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz sowie die Durchführung statistischer Erhebungen geregelt.

Hierzu findet in Kürze für die Verantwortlichen MitarbeiterInnen der ausbildenden Pflegeeinrichtungen eine weitere Informationsveranstaltung statt.

Zum Hintergrund

Mit der Reform der Pflegeberufe wurden die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz geregelten Ausbildungen im Pflegeberufegesetz (PflBG) neu geregelt.

Neu:

Es wird eine dreijährige, generalistische berufliche Ausbildung mit dem Abschluss "Pflegefachfrau"/"Pflegefachmann" eingeführt.

Dabei besteht die Möglichkeit für das letzte Ausbildungsdrittel eine Spezialisierung mit dem Abschluss "Altenpfleger" oder "Altenpflegerin" oder "Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger" oder "Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin" zu wählen.

Weitere Neuerungen sind insbesondere:

  • die Abschaffung des Schulgelds u
  • nd die tatsächliche Sicherstellung einer angemessenen Ausbildungsvergütung.
  • Mit der neuen hochschulischen Pflegeausbildung
  • werden zusätzliche Berufs- und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet.

Damit wird die Voraussetzung für eine moderne Pflegeausbildung geschaffen, die Pflegefachkräfte besser auf die veränderten Herausforderungen in der Berufspraxis vorbereitet.

Externe Links


Was bedeutet jetzt die Ausbildungsoffensive Pflege?

Fast 250.000 Altenpflegerinnen und Altenpfleger kümmern sich um ältere Menschen.

Sie sind Teil eines wachsenden Berufsfelds: Etwa ein Fünftel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland arbeitet in sozialen Berufen.

Und wir brauchen diese Profis: Ohne gut ausgebildete Fachkräfte in der Altenpflege geht es nicht.

Wir brauchen sogar immer mehr Fachkräfte, denn die Zahl der Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung Hilfe und Pflege benötigen, nimmt zu.

Eines meiner wichtigsten Anliegen als Ministerin ist die Aufwertung der sozialen Berufe: zum Beispiel die Abschaffung des Schulgeldes in der Ausbildung, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Wir müssen uns um die Menschen kümmern, die sich um andere Menschen kümmern.

Foto

© Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

08.01.2019 Konzertierte Aktion Pflege

Ziel festgelegt: Zehn Prozent mehr Auszubildende bis 2023

111 konkrete Maßnahmen sind in der Ausbildungsoffensive geplant

Das Bundesfamilienministerium, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesarbeitsministerium haben sich mit der "Ausbildungsoffensive Pflege" das Ziel gesteckt, bis 2023 zehn Prozent mehr Menschen in diesem Berufsfeld auszubilden.

Jens Spahn, Dr. Franziska Giffey und Hubertus Heil stellten die "Ausbildungsoffensive Pflege" vor

Um den akut drohenden Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen, sollen deutlich mehr Pflegefachkräfte ausgebildet werden als bisher. Die Auszubildenden zahlen sollen bis 2023 um zehn Prozent steigen.

Auch die Zahl der Ausbildungsstätten für die Pflege soll bis 2023 um zehn Prozent erhöht werden.


Die entsprechende Vereinbarung wurde von der Arbeitsgruppe 1 der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) vorbereitet und am 28. Januar von den Partnern der KAP beschlossen.

Zitat:Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: SPD

"Die Pflege ist ein Zukunftsberuf, allerdings mit Rahmenbedingungen, die wir unbedingt verbessern müssen.

Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildungen am 1. Januar 2020 machen wir die Ausbildung moderner und attraktiver.

Niemand wird mehr Schulgeld bezahlen müssen.

Alle Auszubildenden bekommen eine angemessene Ausbildungsvergütung

Heute machen wir den nächsten Schritt: Wir starten die 'Ausbildungsoffensive Pflege', die wir in der Arbeitsgruppe 1 unter Vorsitz meines Hauses zusammen mit den Partnern erarbeitet haben.

111 konkrete Maßnahmen, um mehr Menschen für diesen Beruf zu begeistern und die Ausbildungsbedingungen zu verbessern. Neben einer großangelegten Informationskampagne geht es auch darum, die Ausbildungsbetriebe und Pflegeschulen fit zu machen und Menschen aller Altersgruppen für die Pflege zu gewinnen. Damit legen wir jetzt los."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: CDU

"Um mehr Pflegekräfte zu gewinnen, müssen wir sie besser bezahlen und ihre Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern. Unsere Entscheidungen heute helfen dabei. Auch das Gesundheitsministerium wird sich an der Ausbildungsförderung beteiligen. Wer sich vom Pflegehelfer zur Pflegefachkraft weiterqualifizieren möchte, soll künftig weiter das Pflegehelfergehalt bekommen können.

Mit dem Pflege-Paket heute legt die Konzertierte Aktion erste Ergebnisse vor. Das ist ein Anfang, um Pflege attraktiver zu machen. Mitte des Jahres folgt dann das Gesamt-Paket."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: SPD

"Es ist gut, dass wir die Herausforderungen im Arbeitsbereich Pflege gemeinsam anpacken. Ohne gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne steuern wir auf eine Krisensituation zu.

Daher freut es mich, dass derzeit mehrere Arbeitgeber aus der Wohlfahrt daran arbeiten, einen mitgliederoffenen Arbeitgeberverband zu gründen. Dies ist notwendig, um bundesweite Tarifverträge schließen und damit letztlich auch eine bessere Bezahlung für die Pflegenden erreichen zu können.


Ich appelliere an alle Beteiligten, dieses Vorhaben möglichst bald umzusetzen. Es ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel, den Fachkräftebedarf im Inland zu decken."

EINZELNE Maßnahmen und Ziele der "Ausbildungsoffensive Pflege"

Auf insgesamt 111 Maßnahmen und konkrete Ziele haben sich die Beteiligten der KAP geeinigt.

Dazu zählen unter anderem:

  • eine ausreichende Anzahl an Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Schul- und Studienplätzen zur Verfügung zu stellen; die Zahlen der ausbildenden Einrichtungen und der Auszubildenden sollen bis zum Ende der Ausbildungsoffensive 2023 im Bundesdurchschnitt um 10 Prozent (gegenüber 2019) gesteigert werden
  • eine durch das Bundesfamilienministerium bereits ausgeschriebene bundesweite, Informations- und Öffentlichkeitskampagne für den Pflegeberuf gemeinsam mit den Partnern
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nutzen die künftigen Fördermöglichkeiten des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf, zur betrieblichen Gesundheitsförderung sowie für Investitionen in Digitalisierung und Ausbildung
  • Mit dem Qualifizierungschancengesetz wird die Weiterbildung von Pflegehelferinnen und -helfern zu Pflegefachpersonen noch besser gefördert
  • Die Verbände der Pflegeeinrichtungen stellen mindestens 5000 Weiterbildungsplätze zur Nachqualifizierung von Pflegehelferinnen und -helfern zur Verfügung

WEITERE Informationen folgen ,wie wir als „Pflege“ Schule darauf reagieren werden, so Schulleiter Jürgen Kothe

Für weitere Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.altenpflegeschule.net

facebook