Pflegen mit Kopf, Hand und Herz

Berufsfachschule für Altenpflege der Stiftung Marienhospital

Infoveranstaltung zur Pflegekammer Niedersachsen

PFLEGE BEWEGT // PFLEGE MACHT ZUKUNFT

Die Pflege trägt eine immense Verantwortung in der Gesellschaft. Umso wichtiger ist es dann auch ein Sprachrohr vorzuhalten, die die Interessen aktiv in Form der Selbstverwaltung vertritt Die Pflegekammer ist daher längst überfällig.

Um sich selbst ein Bild über die Aufgaben und Funktion einer Pflegekammer in Niedersachsen zu machen, laden wir Interessierte herzlich zu einer Infoveranstaltung in die Berufsfachschule Altenpflege Papenburg, der Stiftung Marienhospital ein.

Ort : Berufsfachschule-Altenpflege- Stiftung Marienhospital

Referent: Vertreter des DBFK Regionalvertretung Nord

Datum: 22.02.2018

Zeit : 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Wir bitte um formlose Anmeldung( Personenanzahl) unter :

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Hintergrundinformationen

Am 12.12.2016 ist das Kammergesetz für die Heilberufe in der Pflege (PflegeKG) im Niedersächsischen Landtag verabschiedet worden und seit dem 01.01.2017 ist es in Kraft. Ganz konkret arbeitet der Errichtungsausschuss seit Ende März 2017 daran, die Wahl zur ersten Kammerversammlung vorzubereiten.

Der Errichtungsausschuss Pflegekammer Niedersachsen hat sich am 27.03.2017 konstituiert.
Die 40 vom Sozialministerium berufenen Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder haben einen Vorstand gewählt und ihre Arbeitsweise bis zur Konstituierung der ersten Kammerversammlung im ersten Quartal 2018 festgelegt – denn dann endet auch die Arbeit des Errichtungsausschusses.

Anfang des Jahres 2018 können damit die Heilberufe in der Pflege die Zukunft der Pflege selbst wählen.

Weiterführende Informationen zur Kammer, wie das PflegeKG oder die Melde- und Auskunftsordnung, können Sie in dem Download Bereich am Ende dieser Info finden.

Wer kann und muss Mitglied in der Pflegekammer Niedersachsen werden?

Kammermitglied ist, wer die Erlaubnis hat, die Berufsbezeichnung:

  • „Altenpflegerin“ oder „Altenpfleger“,
  • „Gesundheits- und Krankenpflegerin“ oder „Gesundheits- und Krankenpfleger“ oder
  • „Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin“ oder „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“

zu führen und diesen Beruf in Niedersachsen ausübt. Eine Berufsausübung liegt bereits dann vor, wenn bei der Tätigkeit Kenntnisse und Fähigkeiten, die Voraussetzung für die Erteilung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung waren, eingesetzt werden oder auch nur eingesetzt oder mit verwendet werden können.

 

  • 1. Wie nimmt die Pflegekammer auf die Gestaltung des Gesundheitswesens Einfluss?
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  • Die Grundlage zur Einflussnahme bietet das neue Kammergesetz für die Heilberufe in der Pflege(PflegeKG). Hier ist der Auftrag verankert, „
  • Behörden bei ihrer Verwaltungstätigkeit und in Fragen derGesetzgebung zu beraten und zu unterstützen“ (§ 9 Abs. 1 Nr. 6b PflegeKG). Das bedeutet, dass die Fachexpertinnen und Fachexperten der Pflegekammer bei allen Neuerungen, die die Pflege betreffen, mitarbeiten und dadurch auf pflegepolitische Entwicklungen Einfluss nehmen. Dazu sind sie durch dasPflegeKG verpflichtet. Die öffentlichen Stellen sind gleichermaßen verpflichtet, die Pflegekammer zu hören und mit ihr zusammenzuarbeiten.
  • Hilfskräfte in der Pflege sind keine Mitglieder.
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    2. Welche Aufgaben übernimmt die Kammer?

    • Die Kammer übernimmt vom Land übertragene Aufgaben, z.B. die Ausstellung von Berufsurkunden oder die Anerkennung von im Ausland erworbener Bildungsabschlüsse.
    • Sie nimmt die beruflichen Interessen der Kammermitglieder wahr und berät und informiert Ihre Mitglieder. Sie regelt u.a. die Berufspflichten in einer Berufsordnung und die Fort- Weiterbildungen der Mitglieder.
    • Sie fördert die Qualitätsentwicklung- und Sicherung in der Pflege und richtet eine Ethikkommission ein. Somit dient sie dem Schutz der Pflegeempfänger und der Pflegenden.

    3. Was tut die Pflegekammer zukünftig zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen?

    • Im § 9 des PflegeKG ist die Beratung von Behörden in Fragen der Gesetzgebung als Aufgabe der Kammer festgeschrieben. Sie dient zukünftig als Ansprechpartner und Interessensvertretung in Fragen, die die Berufsausübung betreffen. So wird die Kammer zukünftig immer dann aktiv, wenn beispielsweise Rahmenbedingungen verhindern, dass Kammerangehörige ihre Berufspflichten laut Berufsordnung erfüllen können. Indirekt wird die Kammer also Einfluss auf die Ausgestaltung der
    • Direkt hat die Pflegekammer keinen Einfluss auf die Höhe bzw. die Bedingungen der Vergütung in der Pflege, das ist und bleibt Sache der Tarifpartner.
    • Die Kammer wird, etwa über die Ausgestaltung der Berufs- und Weiterbildungsordnung, Einfluss auf die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche nehmen und kann damit Grundlagen, z.B. für die     Arbeitsbedingungen nehmen.

            4. Hat die Pflegekammer zukünftig Einfluss auf das Gehalt?.

    • -Hier gilt, dass die Kammer keine Zuständigkeit in der Ausgestaltung von Tarifwerken sowie der Ausbildung hat. Diese ist bundeseinheitlich in den Berufsgesetzen des Bundes geregelt. Jedoch ist davon auszugehen, dass aufgrund der neuen Rechtslage bei zukünftigen Regelungen, die die Ausbildungen betreffen, die Kammern auf Landesebene - und später eine Bundespflegekammer - intensiv beratend einbezogen werden.
    • - Durch die legitimierte Vertretung aller Berufsangehörigen ist die Kammer ein gewichtiger Ansprechpartner, den es in dieser Form bislang für die berufliche Pflege nicht gegeben hat.

     Download Bereich

    http://www.pflegekammer-nds.de/index.php/startseite.html#arbeitgeber-37